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Lenkflugkörper

SidewinderSidewinder
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Sidewinder

Sidewinder ist ein von der U.S. Navy entwickelter Luft-Luft-Lenkflugkörper für die Bewaffnung von Kampfflugzeugen. Als europäischer Generalunternehmer hat Diehl Defence seit den 1960er Jahren den Flugkörper in Lizenz in mehreren Ausführungen produziert und weiterentwickelt. Wartung und Modernisierung für die Typenreihe AIM-9L werden heute weltweit von der Tochter Diehl Retrofit Missile Systeme angeboten. 

Mit dem Programm Laser-Guided Sidewinder (LaGS) entwickelte Diehl Defence eine technische Lösung zum Umbau des Luft/Luft-Lenkflugkörpers in eine Präzisionswaffe für den Luft-Boden-Einsatz. Dies ermöglicht die Weiterverwendung von Flugkörpern aus Altbeständen der Streitkräfte für neue Einsatzaufgaben. Bei der Adaption wird lediglich der Infrarot-Suchkopf des Sidewinder AIM 9L durch einen SAL (Semi Active Laser)-Sucher ersetzt. Das neue Missionsspektrum umfasst sowohl feste als auch bewegte Einzelziele am Boden.  

IRIS-TIRIS-T
IRIS-TIRIS-T
IRIS-TIRIS-T

IRIS-T

Der Lenkflugkörper IRIS-T wurde im Rahmen eines europäischen Kooperationsprogramms als Flugzeugbewaffnung für den Luftkampf entwickelt.
Die Kombination aus Schubvektor- und aerodynamischer Steuerung verleiht dem Flugkörper eine extrem hohe Agilität. Ein weiterer Technologiesprung wurde mit dem abbildenden Infrarot-Zielsuchkopf in Verbindung mit einer intelligenten Bildverarbeitung vollzogen. Die Zielzuweisung kann sowohl über Bord-Radar als auch über das Helmvisier des Piloten erfolgen. Die herausragenden Eigenschaften von IRIS-T ermöglichen selbst die Bekämpfung von Zielen hinter dem eigenen Flugzeug sowie das Abfangen gegnerischer Lenkflugkörper.
Neben den Konsortialpartnern Deutschland (Pilotnation), Griechenland, Italien, Norwegen, Schweden und Spanien haben sich weitere Nationen weltweit für die Beschaffung von IRIS-T entschieden. Der Lenkflugkörper wurde als Standardbewaffnung der Kampfflugzeuge Eurofighter, F-16, EF-18, Tornado und Gripen ausgewählt.

Neben seiner Rolle als Flugzeugbewaffnung findet IRIS-T heute eine weitere Anwendung als Boden/Luft-Flugkörper, z. B. im bodengebundenen Luftverteidigungssystem IRIS-T SLS für den Objekt- und Nahbereichsschutz. Darüber hinaus wies die Norwegische Luftwaffe in einem Testschießen 2016 erstmals auch die Fähigkeit von IRIS-T zur Bekämpfung von Seezielen nach. 

Diehl Defence ist Generalunternehmer im IRIS-T-Programm und fertigt den Flugkörper seit 2005 in Zusammenarbeit mit Industriepartnern aus den sechs europäischen Programm-Nationen. 

IRIS-T SLIRIS-T SL
IRIS-T SLIRIS-T SL

IRIS-T SL

Der neue Boden-Luft-Lenkflugkörper IRIS-T SL (Surface Launched) ist eine leistungsgesteigerte Version des Luft-Luft-Lenkflugkörpers IRIS-T.
Er wurde im Auftrag der Bundeswehr für die Taktische Luftverteidigung entwickelt und 2017 für den Einsatz qualifiziert.
Gegenüber der Basisversion verfügt IRIS-T SL über einen stärkeren Antrieb zur Reichweitensteigerung. Der neu eingeführte Datenlink ermöglicht in Verbindung mit einem GPS-gestützten inertialen Navigationssystem die Steuerung des Flugkörpers aus einem Gefechtsstand. Erst im Endanflug lenkt der Flugkörper sich präzise selbst ins Ziel.  

Der aus einem Multifunktionsbehälter (für Lagerung, Transport und Abschuss) startende IRIS-T SL ermöglicht eine 360°-Rundumverteidigung gegen Flugzeuge, Hubschrauber, Drohnen und andere Flugkörper. Durch die einfache Anbindung an Feuerleitsysteme über standardisierte und Software-basierte Schnittstellen lässt er sich leicht in verschiedene bestehende und neue Luftverteidigungssysteme integrieren. 

 

 IDAS IDAS
 IDAS IDAS
 IDAS IDAS

IDAS

Unter dem Projektnamen IDAS (Interactive Defence & Attack System for Submarines) entwickelt Diehl Defence in Zusammenarbeit mit der Werft ThyssenKrupp Marine Systems einen mehrrollenfähigen Lenkflugkörper, der erstmals die Selbstverteidigung getauchter U-Boote gegen Bedrohungen aus der Luft erlaubt. Zu den weiteren Aufgaben gehört die Bekämpfung von Schiffen sowie die präzise Wirkung gegen küstennahe Landziele. IDAS kann aus dem Torpedorohr gestartet werden und mittels Autopilot und Infrarotsuchkopf Ziele autonom bekämpfen. Gleichzeitig ermöglicht eine innovative Lichtwellenleiterverbindung (Glasfaser) den Datenaustausch zwischen Flugkörper und U-Boot. Dies erlaubt der Besatzung, jederzeit in den Missionsablauf einzugreifen, um einen Zielwechsel vorzunehmen oder Begleitschäden zu vermeiden. 

RBS15 Mk3RBS15 Mk3
RBS15 Mk3RBS15 Mk3
RBS15 Mk3RBS15 Mk3

RBS15 Mk3

Mit dem Seezielflugkörper RBS15 Mk3 liefert Diehl Defence in Zusammenarbeit mit dem schwedischen Partner Saab Dynamics die Hauptbewaffnung für die neuen Korvetten der „Braunschweig“-Klasse (K 130) der Deutschen Marine. Der weitreichende, allwetterfähige Fire-and-Forget-Flugkörper besitzt eine hohe Manövrierfähigkeit und ist extrem störsicher gegen elektronische Gegenmaßnahmen. Sein besonderes Plus: Er kann nicht nur Ziele auf See, sondern auch an Land bekämpfen.
Die von Diehl und Saab gemeinsam entwickelte Mk3-Version basiert auf dem bei der Schwedischen Marine und anderen Seestreitkräften bewährten Vorgänger RBS15 Mk2.
Anfang 2017 beschlossen beide Industriepartner die Weiterentwicklung der Flugkörperfamilie. Neben der schiffsgestützten Version soll die neue Generation auch als Bewaffnung von Kampfflugzeugen zur Verfügung stehen. 

RAMRAM
RAMRAM
RAMRAM

Marineflugkörper RAM (Rolling Airframe Missile)

RAM ist ein Lenkflugkörper zur Selbstverteidigung von Schiffen gegen angreifende Seezielflugkörper, Flugzeuge, Hubschrauber und Boote. Das Waffensystem zeichnet sich durch hohe Feuerkraft und kurze Reaktionszeiten aus. Mittels Dual-Mode-Zielsuchkopf (Radar- und Infrarotsucher) lenkt sich der Flugkörper autonom ins Ziel.

RAM wurde im Rahmen einer transatlantischen Kooperation zwischen Deutschland und den USA entwickelt und wird von den Industriepartnern RAM-System GmbH – ein Gemeinschaftsunternehmen von Diehl und MBDA Deutschland – und Raytheon Missile Systems hergestellt und vermarktet.

Derzeit ist die vierte Flugkörper-Generation (RAM Block 2) auf dem Markt. Dank stärkerem Raketenmotor und eines leistungsgesteigerten Stellsystems verfügt die jüngste Version über eine erheblich gesteigerte Agilität, wodurch auch Hyperschall-Seezielflugkörper sicher abgewehrt werden können. Die Leistungssteigerungen bieten Schnellbooten ebenso wie den Flugzeugträgern der inzwischen zehn Nutzerstaaten einen hervorragenden Schutz gegen aktuelle und zukünftige Bedrohungen. 

PARS 3 LRPARS 3 LR
PARS 3 LRPARS 3 LR

PARS 3 LR

Der Panzerabwehr-Flugkörper PARS 3 LR wird als Hauptbewaffnung des Kampfhubschraubers TIGER von der Bundeswehr beschafft. Er ist speziell auf die Bekämpfung von Bodenzielen ausgelegt. Für die präzise und zuverlässige Zielverfolgung entwickelte Diehl Defence einen leistungsstarken Infrarot-Suchkopf. Komplexe Algorithmen der Bildverarbeitung erlauben auch in schwierigen Szenarien eine hohe Trefferwahrscheinlichkeit. Der Vertrieb des Flugkörpers erfolgt über die PARSYS GmbH, ein Gemeinschaftsunternehmen von Diehl Defence und MBDA Deutschland. 

Spike Spike
Spike Spike
Spike Spike

Spike LR

Der Lenkflugkörper Spike LR (long range) gehört zur gleichnamigen Lenkwaffenfamilie des israelischen Herstellers Rafael. Mit Spike LR können sowohl Ziele am Boden wie Panzer, gehärtete Stellungen oder Ziele hinter Deckung als auch Hubschrauber in der Luft bekämpft werden. Die LR-Version ist mit einem faseroptischen Lichtwellenleiter zur Übertragung von Bilddaten an den Schützen ausgestattet. Dies erlaubt die Korrektur des Flugwegs während der Mission oder den Abbruch des Bekämpfungsvorgangs. Diehl Defence produziert den Flugkörper u.a. im Rahmen des Beschaffungsvorhabens MELLS (Mehrrollenfähiges Leichtes Lenkflugkörpersystem) der Bundeswehr zur Bewaffnung des neuen Schützenpanzers Puma sowie zur Ausrüstung von Infanterie- und Spezialkräfte. Die Vermarktung erfolgt über die Programmgesellschaft EuroSpike GmbH – ein Gemeinschaftsunternehmen von Diehl, Rheinmetall und Rafael.