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Aufklärung und Schutz

Fahrzeugschutz Fahrzeugschutz
Fahrzeugschutz Fahrzeugschutz
Fahrzeugschutz Fahrzeugschutz

Aktiver Fahrzeugschutz

Der Beschuss militärischer Fahrzeuge durch Panzerabwehrhandwaffen (Rocket-Propelled Grenades) ist in militärischen Einsätzen eine große Bedrohung, die durch passive Maßnahmen zum Schutz von Besatzung und Fahrzeug nicht beherrscht wird. 

Im Rahmen von F&T-Aktivitäten konzentriert sich Diehl Defence seit Jahren auf die Entwicklung so genannter abstandsaktiver Fahrzeugschutzsysteme. Das werferbasierte AVePS (Active Vehicle Protection System) kann das gesamte Bedrohungsspektrum von Panzerabwehr-Handwaffen bis zu modernen Flugkörpern bekämpfen. Selbst gegen Gefechtsköpfe mit Tandemhohlladung und gegen großkalibrige KE-Penetratoren ist das System wirksam. 

In der Vergangenheit konnten mehrere Prototypen auf Fahrzeugen der Typen Leopard 2, M113 und FUCHS ihre Leistungsfähigkeit gegen verschiedene Arten panzerbrechender Waffen erfolgreich demonstrieren. 

Flugzeugschutz Flugzeugschutz
Flugzeugschutz Flugzeugschutz

DIRCM – Schutzsystem für Flugzeuge

Diehl Defence entwickelt ein laser-basiertes DIRCM (Directed Infrared Counter Measure)-System zum Schutz der neuen Militärtransporter A400M der Bundeswehr vor Raketenangriffen. Das innovative Schutzsystem verwendet Hightech-Sensoren des Herstellers Elbit Systems, um Suchkopf-gesteuerte Lenkflugkörper abwehren zu können. Solche Flugkörper, eingesetzt von tragbaren Luftabwehrsystemen, stellen besonders bei Start und Landung eine große Gefahr dar. 

Diehl Defence integriert drei der bereits im Einsatz bewährten J-MUSIC-Lasergeräte zu einem erweiterten Gesamtsystem, um einen kompletten 360°-Rundumschutz für das Flugzeug zu gewährleisten. Das neue DIRCM-System arbeitet in Verbindung mit dem bord-eigenen Flugkörperwarner und fokussiert den hochdynamisch und präzise geführten Laserstrahl direkt auf den Infrarot-Suchkopf des angreifenden Objekts. Das DIRCM-System von Diehl wirkt in sicherer Entfernung vom Flugzeug auch gegen moderne Lenkflugkörper. 

HPEM-Wirksysteme HPEM-Wirksysteme
HPEMcounter-IED: Fahrzeug-montiertes HPEM-System zum Schutz militärischer Konvois vor funk-, timer- und sensorgesteuerten Sprengfallen
HPEM-Wirksysteme HPEM-Wirksysteme
HPEM SkyWolf: Abwehr von Kleindrohnen ohne physische Gewalt
HPEM-Wirksysteme HPEM-Wirksysteme
HPEM StreetRaptor: Stoppen von Fahrzeugen ohne physische Gewalteinwirkung
HPEM-Wirksysteme HPEM-Wirksysteme
ELMATE: Elektromagnetisches Testsystem

Wirksysteme für Konvoi-, Objektschutz, Car Stopping und die Abwehr unbemannter Fluggeräte

HPEM (High-Power-Electro-Magnetics)-Wirksysteme bieten die Möglichkeit, durch die gezielte Aussendung von Störimpulsen die Funktion elektronischer Systeme zu stören. Die nicht-letalen Wirkmittel eröffnen die Chance, Einsatzkräfte vor Sprengfallen (IED = Improvised Explosive Devices) zu schützen, Fluchtfahrzeuge im fließenden Verkehr ohne Anwendung physischer Gewalt zu stoppen sowie die unberechtigte Zufahrt zu Sicherheitsbereichen zu verhindern. Darüber hinaus können HPEM-Effektoren unbemannte Fluggeräte im Nahbereich abwehren. 

HPEM-Wirksysteme stellen keine Gefahr für die Gesundheit von Anwendern und Unbeteiligten dar.

Simone Simone
Simone Simone
Simone Simone

Schiffs-Überwachungssystem SIMONE

SIMONE (Ship Infrared Monitoring Observation and Navigation Equipment) warnt rechtzeitig vor Piraterie und terroristischen Angriffen. Seine Stärken zeigen sich besonders beim Aufenthalt in Häfen, wo Angriffe vom Wasser und vom Land aus erfolgen können, und herkömmliche Radarsysteme rasch an ihre Grenzen gelangen.
Infrarotkameras erfassen selbst kleinste verdächtige Objekte wie Schlauchboote oder schwimmende Personen und ermöglichen eine 360-Grad-Rundumüberwachung der direkten Schiffsumgebung. Die Bildinformationen werden rund um die Uhr von einem Zentralrechner ausgewertet. Im Falle einer akuten Bedrohung erfolgt die automatische Alarmierung der Crew.

Das Aufklärungs- und Überwachungssystem SIMONE wird erstmals auf den neuen Fregatten vom Typ F125 der Deutschen Marine eingesetzt. 

Unbemanntes Fahren Unbemanntes Fahren
Unbemanntes Fahren Unbemanntes Fahren
Unbemanntes Fahren Unbemanntes Fahren
Unbemanntes Fahren Unbemanntes Fahren
Unbemanntes Fahren Unbemanntes Fahren
Unbemanntes Fahren Unbemanntes Fahren

PLATON ist ein von Diehl Defence entwickelter modularer Rüstsatz zum unbemannten Fahren von Fahrzeugen und Transportplattformen auf Straßen und im Gelände. Der nachrüstbare Bausatz besteht aus Rechnerbox, Sensorik und Kommunikationssystem.

PLATON kann in jedes elektronisch steuerbare Fahrzeug eingebaut werden und ermöglicht unabhängig von der Plattform verschiedene Betriebsarten:

  • Tele-Operation: Fernsteuerung z. B. mittels Kameras an Bord (mit und ohne direkte Sichtverbindung zum Zielort).
  • Konvoi: Folgemodus, d. h. autonomes Folgen eines anderen Fahrzeugs oder einer vorrauslaufenden Person.
  • MULE (Maultiermodus): Automatisiertes Abfahren einer eingelernten Strecke inkl. Umfahren von Hindernissen.
  • Wegpunkt-Navigation

PLATON-Prototypen wurden in Zusammenarbeit mit dem Beschaffungsamt der Bundeswehr, NATO-Streitkräften und verschiedenen Partnern aus der Industrie auf mehreren Fahrzeugtypen erfolgreich getestet, darunter LKWs (HX58), Radpanzern (Patria AMV) und kleinere Soldatenunterstützungsfahrzeuge (Milrem THeMIs und Mattro Ziesel). 

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