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Kurzbericht zum Geschäftsverlauf 2019 und Erwartungen 2020

Diehl Holding

Stabilisierung des Umsatzes 2019 auf hohem Niveau – Die Coronakrise lässt 2020 die Umsätze deutlich absinken

Der Konzernumsatz der Diehl-Gruppe lag 2019 mit 3.628,5 Mio € nur knapp unter dem Wert des Vorjahres (3.693,5 Mio €). In Anbetracht der konjunkturellen und strukturellen Herausforderungen, die 2019 mit sich gebracht hatte, konnte damit den Erwartungen entsprechend eine weitere Stabilisierung auf hohem Niveau erreicht werden. Zuwachs verzeichneten Metering, Defence und auch Aviation, zu Rückgangen kam es bei Metall und Controls. Die Zahl der Beschäftigten hat sich bis Ende 2019 um 259 Personen oder 1,5 % auf jetzt 17.557 Mitarbeiter erhöht. Das erwirtschaftete EBIT beträgt 121,4 Mio € und lag damit 93,9 Mio € unter dem Wert des Vorjahres und unter der Prognose. Der Rückgang erklärt sich neben Ergebniseinbußen infolge Umsatzrückgängen bei Metall und Controls insbesondere durch Einmalaufwendungen für höhere Risikovorsorgen durch außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und Wertminderungen auf Vorräte.

Anhaltend hohe Investitionen in neue Geschäftsmodelle, um den technologischen Struk-turwandel voranzutreiben

Ein erneutes Rekordniveau haben die Investitionen des Konzerns erreicht, die sich 2019 auf einen Gesamtwert von knapp 125 Mio € (nach 119 Mio € im Vorjahr) summierten. Ebenfalls auf Rekordniveau bewegen sich die Ausgaben für Forschung und Entwicklung, die von 325,2 Mio € im Jahr zu-vor 2019 auf 366,6 Mio € angestiegen sind. Diehl investiert damit weiterhin massiv in neue Produkte und Innovationen, um den technologischen Strukturwandel verschiedener Branchen mitzuge-stalten. Dazu gehören in erster Linie die Elektromobilität und das Geschäft mit den Wasser- und Energieversorgern sowie die Wachstumschancen bei Defence.

2020: Die Auswirkungen des Coronavirus auf die Weltwirtschaft wird die Entwicklung der Diehl-Gruppe wie die gesamte deutsche Industrie deutlich beeinträchtigen

Das Unternehmen Diehl arbeitet derzeit verstärkt mit Szenarien, um auf Sicht zu fahren und stabil durch die Corona-Zeiten zu kommen. Die Coronakrise lässt die Umsätze allerdings deutlich absinken;
noch ist nicht absehbar, auf welchem Niveau sich die Nachfrage in den für Diehl wichtigen Märkten weltweit einpendeln wird. Daher wird das Instrument der Kurzarbeit den Konzern vermutlich noch bis zum Jahresende begleiten. Die Aufstellung der Gruppe als Chancen- und Risikogemeinschaft wird sich unter diesen uns noch unbekannten Rahmenbedingungen weiterentwickeln müssen.