Layered Air Defence – auf den Mix kommt es an

Diehl Defence

Bedrohung
Seit einigen Jahren wandelt sich die Bedrohungsperzeption in Westeuropa. Neben der Gefährdung durch ballistische Ziele sowie Klein- und Kleinstdrohnen rücken auch die konventionellen Ziele, Dreh- und Starrflügler sowie Marschflugkörper, wieder in den Fokus. Bei dem breiten Bedrohungsspektrum kann Wirksamkeit nur im Verbund eines Mix von Sensoren und Effektoren erreicht werden.

Mittlere Reichweite
Basierend auf dem Lenkflugkörper IRIS-T SL, welcher nach Maßgaben der deutschen Luft-waffe insbesondere zur Wirkung gegen Cruise Missiles und hochfliegende UAV entwickelt und qualifiziert wurde, hat Diehl Defence erfolgreich das Luftverteidigungssystem IRIS-T SLM im internationalen Markt platziert. Mit seiner mittleren Reichweite und der großen Höhenab-deckung wird ein wirkungsvoller Layer unterhalb der Fähigkeiten des Lenkflugkörpersystems PAC-3 MSE erreicht. Basierend auf offenen Schnittstellen vereint das System in seiner ersten Anwendung ein modernes Multifunktionsradar mit einem leistungsfähigen und skalierbaren Gefechtsstand. Radar und Führungssystem sowie Kommunikationssystem und Träger-fahrzeuge werden in diesem Fall von deutschen Partnerfirmen produziert und durch Diehl Defence zum Gesamtsystem integriert, dessen Auslieferung bereits in 2020 beginnen soll.

Kurze Reichweite
Mit Schweden hat sich die erste europäische Nutzernation des IRIS-T Luft-Luft Lenkflug-körpers für eine Dual Role Anwendung des Flugkörpers im Rahmen des Luftverteidigungs-systems kurzer Reichweite IRIS-T SLS entschlossen. Mitte des Jahres wurden erste Systeme an den Nutzer übergeben. Flexible Kommunikation mit der schwedischen Beschaffungs-behörde FMV und dauerhafte Einbindung der Nutzerseite im Rahmen von Arbeitsgruppen ermöglichten kundenspezifische Anpassungen und eine Systemoptimierung bereits in der Entwicklungsphase. Die Vertragserfüllung erfolgt im Zeit- und Kostenrahmen.

IRIS-T SLS wird durch Ergänzung eines Sensors und eines Führungssystems alle Komponenten eines Luftverteidigungssystems auf einem geschützten Trägerfahrzeug vereinen und damit auch mechanisierte Kräfte in der Bewegung schützen zu können. Gegen das sich abzeichnende Bedrohungsspektrum, insbesondere gegen gepanzerte Kampfhub-schrauber und manövrierende Ziele bietet das System eine große Reichweite und hohe Durchsetzungsfähigkeit.
Die konsequente Nutzung offener Schnittstellen ermöglicht die flexible Integration der hochmobilen IRIS-T SLS Einheiten in die IRIS-T SLM Architektur. Somit entsteht ein Sensor- und Wirkverbund der durch ein einheitliches, skalierbares Führungssystem zentral, dezentral oder autonom geführt werden kann und mit anderen Systemen interoperabel ist. Weitere Effektoren wie zum Beispiel das nicht-lethale Wirkmittel HPEM können eingebunden werden.

Die Luftverteidigungssysteme IRIS-T SLM und IRIS-T SLS bilden ein System-of-Systems welches dem Anspruch einer „Layered Defence“ gegen ein modernes Bedrohungsspektrum gerecht wird.