Produktentwicklung - ein wichtiger Hebel für mehr Nachhaltigkeit
Für Arnaud Marcipont, Entwicklungsingenieur für Thermoplastik, ist die Entwicklungsphase entscheidend für die Verringerung der Umweltbelastung unserer Zähler. Das Design des neuen ALTAIR war Gegenstand vieler Diskussionen zwischen seinem Team und dem des R&D-Designbüros. Gemeinsam haben sie versucht, die Energie und das Material, die für die Herstellung benötigt werden, so weit wie möglich zu reduzieren und so die CO2-Emissionen zu senken.
Die Entwicklungsphase ist ein entscheidender Erfolgsfaktor, um die Umweltbelastung bei der Produktion unserer Zähler zu verringern.
Arnaud Marcipont, Entwicklungsingenieur für Thermoplastik
Innovationen wurden bereits für den Designprozess genutzt
Die intensive Zusammenarbeit wurde durch das Design digitaler Modelle, sogenannter Digital Twins, unterstützt. Diese entstanden basierend auf dem Feedback, das wir zum ALTAIR V4 erhalten haben. Simulationen mit digitalen Zwillingen ermöglichen es bereits in der Produktentwicklung, die Anzahl der Prototypen und die Fertigungszeit eines Bauteils erheblich zu reduzieren.
Die Verbundkörper des ALTAIR V5 kombinieren dabei eine neue Injektionstechnologie mit einem neuen Schäumverfahren. Laut Arnaud macht dieser Prozess die Teile erheblich leichter und stärkt gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit des Zählers gegen chlorhaltiges Wasser.
Optimierte Verpackung und effizientere Logistikprozesse
Bereits in der Entwicklungsphase wurde auch die Verpackung neugestaltet. Jetzt ist sie leichter, Kartons kompakter gefüllt und die Logistikprozesse wurden optimiert. Dieser Ansatz ermöglicht es, die gleiche Anzahl von Teilen mit reduziertem Volumen und Gewicht zu transportieren, wodurch die CO2-Emissionen im Zusammenhang mit dem Transport reduziert werden.
Automatisierung und Weiterbildung
Für das Team von Pierre Brossaud, Leiter der Abteilung Thermoplastik, gab es viele Veränderungen. Eine neue, vollautomatisierte AMA-Montagelinie wurde speziell für den ALTAIR V5 installiert. Nach einer Anpassungsphase wurde das Team in die neue Montagelinie eingewiesen, um auch die Roboterzellen bedienen zu können. Dank gezielter Unterstützungen konnten sie so schnell die Verantwortung für einen neuen logistischen Ablauf übernehmen.
Achtzehn Personen wurden trainiert, um die Roboterzellen bedienen zu können. Die Belastung der Blockmanager wurde so erheblich reduziert und sie können sich nun auf die Wartung und Qualitätsüberwachung der ersten Ebene konzentrieren.
Pierre Brossaud, Leiter der Abteilung Thermoplastik
Was steht als Nächstes für den ALTAIR V5 in Saint-Louis an?
Pierre und sein Team sind zuversichtlich: Wir stehen erst am Anfang des Projekts. Schließlich wird die neue AMA-Montagelinie sieben Tage die Woche und rund um die Uhr laufen. Unser Fokus liegt vor allem darauf, unsere Kunden weltweit zufriedenzustellen. Bis zum nächsten Jahr wird der ALTAIR V5 den ALTAIR V4 ersetzen - den volumetrischen Wasserzähler, der weltweit mehr als 30 Millionen Einheiten verkauft hat.
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Häufig gestellte Fragen
Wie nutzten Arnaud Marciponts Teams einen digitalen Zwilling?
Die Entwicklungsteams erstellten einen digitalen Zwilling aus den Produktionsdaten des ALTAIR V4, der seit 2008 in Saint-Louis produziert wird. Diese Daten ermöglichten es, die verschiedenen Produktionsphasen des ALTAIR zu modellieren und sie in unterschiedlichen Produktionsszenarien zu reproduzieren. Das Ergebnis: verfeinerte Parametrisierung der Produktionswerkzeuge, weniger Prototypen und reduzierter Energieverbrauch.
Warum reduziert die Verpackungsänderung den CO₂-Fußabdruck des ALTAIR V5?
Die Optimierung der Verpackung hat es ermöglicht, die Anzahl der Teile pro Palette zu optimieren, aber auch den Logistikfluss neu zu überdenken. Das bedeutet, dass die gleiche Anzahl von Zählern in einer kleineren Verpackung (in Gewicht und Größe) transportiert werden kann. Dadurch kann eine größere Anzahl von Zählern in einem LKW transportiert werden, wodurch die CO2-Emissionen pro transportierter Einheit reduziert werden.
Mit finanzieller Unterstützung aus der Region Grand Est.