Wie Fernwärme und Fernkälte die Energiewende unterstützen können

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Wie Fernwärme und Fernkälte die Energiewende unterstützen könnenWie Fernwärme und Fernkälte die Energiewende unterstützen können

Ein Appell an Europa, den Übergang zur Klimaneutralität zu beschleunigen, hat die Aufmerksamkeit auf den Wärme- und Kältesektor gelenkt, denn auf diesen Sektor entfallen 50% des gesamten Endenergieverbrauchs in der EU.

In ihrer Rede zur Lage der Union im September 2020 betonte die EU-Präsidentin Ursula von der Leyen die Notwendigkeit, noch ehrgeizigere Zwischenziele zu setzen, um den Europäischen Grünen Deal einzuhalten, einen Fahrplan, um Europas Nettoemissionen von Treibhausgasen bis 2050 auf null zu reduzieren. Auf diese Weise will Europa der erste klimaneutrale Kontinent werden.

Die Präsidentin sagte, dass die Emissionen bis 2030, 55% unter dem Niveau von 1990 liegen müssten - ein Ziel, das deutlich ehrgeiziger ist als die ursprünglich festgelegten 40%. Angesichts der Tatsache, dass nur 13% der Wärme- und Kälteerzeugung in Europa aus erneuerbaren Energien stammt, spielt dieser Sektor eine Schlüsselrolle bei der grünen Wende.

Nachhaltige Energiequellen

Um das neue Ziel zu erreichen, muss die EU den Gesamtanteil erneuerbarer Energien auf 38% bis 40% des Bruttoendenergieverbrauchs erhöhen. In diesem Zusammenhang müssen Heizung und Kühlung bis 2030 einen Anteil an erneuerbaren Energien von rund 40% erreichen, und die 4. Generation der Fernwärme und -kühlung (4th Generation District Heating and Cooling; 4GDHC) wird in diesem Prozess eine entscheidende Rolle spielen.

Die großflächige Nutzung von 4GDHC sollte jetzt beginnen, denn sie wird erhebliche Auswirkungen haben. Als Wärmeinfrastruktur, die auf verlust- und temperaturoptimierten Wärmenetzen basiert, ermöglicht 4GDHC die Nutzung mehrerer erneuerbarer Energiequellen und ermöglicht gleichzeitig die Wärmespeicherung in großem Maße. Auf diese Weise ermöglicht sie eine erhebliche Steigerung der Energieeffizienz bei gleichzeitiger Reduzierung der CO2-Emissionen.

Warum Effizienz unerlässlich ist

Die Zukunft von Fernwärme und Fernkühlung liegt nicht nur im Wechsel zu erneuerbaren Energien, sondern auch in der Sicherung größerer Effizienzsteigerungen. Die meisten Fernwärmenetze könnten von niedrigeren Vorlauftemperaturen, einer Verringerung der Wärme-/Kälteverluste und einer Verlagerung hin zu einer nachfrageorientierten Produktion profitieren. All diese Maßnahmen können dazu beitragen, Verschwendung zu reduzieren und ein nachhaltigeres Modell zu schaffen.

Darüber hinaus spielen die Verbraucher eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung einer kohlenstoffneutralen Gesellschaft. Die EU-Energieeffizienzrichtlinie (EED) definiert die Verbraucher als treibende Kraft für die grüne Wende. Ab dem 25. Oktober 2020 sollen alle neu installierten Wärme-/Kältezähler fernauslesbar sein, und die Verbrauchsinformationen müssen den Endverbrauchern vierteljährlich zur Verfügung gestellt werden. Die Mitgliedsstaaten arbeiten derzeit an der Implementierung der EED-Richtlinien in nationales Recht.

Wie können also DHC-Unternehmen (Distric Heating and Cooling Unternehmen = Fernwärme- / Fernkälteversorger) ihre Netzwerke in die eigene Hand nehmen und zu einer effizienteren und nachhaltigeren Zukunft beitragen? Indem sie genau bestimmen, wo sie neue Effizienzen in ihrem Netzwerk aufdecken können. Und indem sie ihre Kunden zu mehr Nachhaltigkeit befähigen. Genau das bieten wir von Diehl Metering mit unseren digitalen Smart-Metering-Lösungen.

Die Macht der Information

Die Effizienz von Fernwärme/ -kälte beruht auf einem fehlerfreien technischen System und dem verantwortungsvollen Verhalten der Verbraucher. Der Schlüssel zur Erreichung beider Ziele heißt, Informationen. Die kommunizierenden Energiezähler von Diehl Metering, wie z.B. die SHARKY-Baureihe und Sensoren, liefern Ihnen ein umfangreiches Spektrum an Daten, die automatisch über ein Fixed Network erfasst werden, ohne dass Sie die Wohnung des Verbrauchers betreten müssen. In Zeiten von Social Distancing ist dies ein erheblicher Vorteil.

Die Datenfülle wird dann mit unserer leistungsstarken IZAR-Software analysiert und bietet Ihnen Einblicke, damit Sie Ihr Verteilnetz ständig optimieren und Ihre Verbraucher und Gebäude besser verstehen können. Sie werden in der Lage sein, hohe Rücklauftemperaturen zu eliminieren und Wärmeverluste und Leckagen zu reduzieren. Das Nettoergebnis ist eine höhere Energieeffizienz sowohl in Ihrem Verteilnetz als auch in Ihrer Wärme- und Kälteerzeugung.

Darüber hinaus ermöglicht die Smartphone-App IZAR@HOME von Diehl Metering den Verbrauchern, ihre Verbrauchsgewohnheiten zu verfolgen, zu vergleichen und zu verbessern. Indem Sie Ihren Kunden Transparenz über ihre Verbrauchsdaten bieten, befähigen Sie sie, ihr Verhalten zu ändern, Verschwendung zu reduzieren und zu einer nachhaltigeren Zukunft beizutragen.

Wir von Diehl Metering unterstützen Versorgungsunternehmen und Industriekunden weltweit dabei, das volle Potenzial intelligenter Heiz- und Kühlsysteme auszuschöpfen. Denn wir sind der festen Überzeugung, dass die grüne Wende von der Integration erneuerbarer Energiequellen und vom effizienten Betrieb von Fernwärme- und Fernkühlsystemen abhängt.