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Heike Woldt

Wir sind auf funktionierende Komponenten wie Parksensoren, Lenkhilfen und Airbagsensoren im PKW angewiesen. Dafür sind sichere elektrische Verbindungen notwendig, die beispielsweise mittels Löten, Klemmen oder durch die Einpresstechnik hergestellt werden können. Bei der Einpresstechnik wird ein gestanzter Kontakt in das metallisierte Loch einer Leiterplatte eingepresst, wodurch eine mechanisch stabile und elektrisch leitende Verbindung entsteht. 

„Unsere Einpresszonenkontakte werden aus unterschiedlichen Kupferlegierungen gestanzt. Über die Werkstoffeigenschaften können die verschiedenen Anforderungen an die Temperatur oder Leitfähigkeit erfüllt werden. Die Einpresszone des Kontaktes wird rein mechanisch in die Durchkontaktierung einer Leiterplatte eingepresst.“ erklärt Heike Woldt, Expertin für Einpresstechnik bei Diehl Metal Applications. „Die galvanische Beschichtung der Einpresszone dient dabei als Schmiermittel. Wir benötigen keine zusätzlichen Hilfsstoffe. Präzisionsstanzteile in vielen elektrischen und elektromechanischen Anwendungen ihren Einsatz: beispielsweise als umspritzte Stanzgitter für Getriebesteuerungen und Lampensockel oder als Tabs und Pins mit Lötanschluss in Steuergeräten und Sensorgehäusen. Aber auch für die Zukunftsbranche "Alternative Antriebe" stellen wir innovative Präzisionsstanzteile wie Stanzgitter für Leistungsmodule her.Einpressverbindungen haben gegenüber dem Löten den Vorteil, dass dabei keine Hitzebelastung entsteht. Sie haben im Vergleich mit anderen Verbindungstechnologien eine sehr hohe Zuverlässigkeit und Übergangswiderstände die nur im Mikroohmbereich liegen. 

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Der Nutzen und die Anforderungswünsche der Kunden stehen hier absolut im Fokus: “Die Einpresskontakte müssen robust sein und die Anforderungen des Kunden funktional optimal erfüllen. Inzwischen haben wir ein umfangreiches Einpresszonenportfolio, das neben Standardapplikationen auch Kontakte für den Bereich Miniaturisierung oder für Hochstromanwendungen bietet. Mein Ziel ist es, hierfür einen attraktiven Katalog aufzubauen, aus dem der Kunde sich passende Standardprodukte aussuchen kann.“, erklärt Heike Woldt.

Die Diplom Ingenieurin ist seit der ersten Stunde dabei: „Seit 2000 fertigen wir am Standort Einpresskontakte nach Zeichnungsvorgaben. Als das Interesse an der Technologie stieg, haben wir kontinuierlich und marktorientiert investiert: In Knowhow, Werkzeuge und Labortechnik. 2004 kam das erste

Kundenprojekt: Das war unser Einstieg in die Automotivebranche. Etwa 2 Millionen Kontaktteile sollten für einen Kunden produziert werden. 2018 wurden nur von diesem Kontakt 600 Millionen Stück gefertigt. Gemeinsam mit unseren Kollegen in Frankreich lag die Produktionsmenge von Einpresszonenkontakten im letzten Jahr insgesamt bei 4 Milliarden Stück.“ 

Heike Woldt sieht die Zukunft realistisch: “In den Autos steckt durch die wachsende Elektrifizierung immer mehr Sensorik, die sich stets weiterentwickelt. Nur wenn wir uns immer wieder neu darauf einstellen, werden wir weiterhin so erfolgreich sein!“