Unternehmen Technologiekonzern


Wir beschäftigen uns intensiv mit identifizierten Themen, um daraus Handlungsfelder für die weitere Entwicklung unserer Produkte und Dienstleistungen abzuleiten. Technologien bei Diehl sind die Basis unseres Handelns; sie zeigen uns künftige Einsatzmöglichkeiten für unsere Entwicklungen und Ideen auf.

Advanced Materials

Neue Materialien und Prozesstechnik – Raum für Ideen Leichtbau, Nanostrukturen, Karbonfasern, Smart Materials oder „selbst nachbildende“ Moleküle: Die Entwicklung neuer Materialien nimmt ebenso Einfluss auf die Fertigungsprozesse wie auf die Produkte am Ende der Kette. Sie können gänzlich neue Technologien entstehen lassen und schaffen so Räume für Innovationen und mögliche Kostensenkungspotentiale. Wie solche Potentiale ausgeschöpft werden können? Diese Frage betrifft die Diehl-Gruppe als Ganzes. Unsere Aufgabe ist es und wird es sein, modernste Technik konsequent in bestehende oder zukünftige Projekte zu integrieren. Durch Zusammenarbeit mit renommierten Forschungsinstituten halten wir uns bei der Entwicklung neuer Materialien und Fertigungstechnologien auf dem aktuellen Stand. Neuartige Denkweisen und die permanente Kontrolle bestehender Materialien und Prozesse auf mögliche Verbesserungen unterstützen uns dabei. Gerade in den Bereichen Sensor-, Speicher-, oder Beleuchtungstechnik bieten uns Fortschritte bei der Materialentwicklung ein hohes Innovationspotential. Insbesondere der Einsatz von Nanotechnik im Kunststoff- und Metallbereich bieten uns die Chance, unseren technologischen Qualitätsanspruch zu behaupten, um so für unsere Kunden erste Wahl zu bleiben.

Open Data

Big Data – bestens informiert Statistiken zufolge hat sich das weltweite Datenvolumen in den vergangenen Jahren alle zwei Jahre verdoppelt – eine Entwicklung, die sich, so die Voraussagen, auch in den folgenden Jahren fortsetzen wird. Im Gleichtakt mit dem zunehmenden Datenverkehr wächst auch die Dateninfrastruktur, das gilt insbesondere für den Informationsaustausch zwischen oder innerhalb von Unternehmen, für das Intranet wie für das Internet. Für global operierende Unternehmen wie die Diehl-Gruppe ergeben sich daraus vor allem zwei Herausforderungen. Zunächst: Wie können wir diesen Datenstrom entsprechend unserer eigenen Infrastruktur – für unsere Informationswege von Innen nach Außen und umgekehrt – bestmöglich kanalisieren und organisieren? Und: Wie können wir daraus Informationen extrahieren, die für unsere technologische Weiterentwicklung, unsere Produktion oder auch für unseren weltweiten Vertrieb von Wert sein können? Angesichts dieser doppelten Herausforderungen wird es für sämtliche Teilkonzerne der Diehl-Gruppe Aufgabe sein, das Maß an Digitalisierung und Automatisierung mit den steigenden Ansprüchen zu steigern – und die digitale Infrastruktur gleichzeitig überschaubar und benutzerfreundlich zu gestalten. Das gilt für den Bereich Personalentwicklung ebenso wie für die EDV am Arbeitsplatz, bei der Anschaffung neuer Anlagen ebenso wie bei der digitalen Ausstattung unserer Produkte.

Need for Security

Das steigende Bedürfnis nach Mobilität und der umfassende Ausbau von Transport- und Kommunikationswegen haben unsere Welt mehr und mehr zusammenwachsen lassen. Mit dem Ausbau der Infrastruktur haben sich für Unternehmen immer mehr Möglichkeiten eröffnet, neue Märkte und Vertriebswege zu erschließen. Die Globalisierung birgt jedoch auch neue Risikopotentiale. Mit der Zunahme gegenseitiger Abhängigkeiten wird die Reichweite von Naturkatastrophen und geopolitischen Machtverschiebungen, von Kriegen und (Cyber-)Kriminalität immer größer, werden ihre globalen Auswirkungen immer direkter spürbar. Als global agierendes Unternehmen bauen wir unser Risikomanagement stetig aus, um möglichen Gefahren vorzubeugen bzw. ihre Auswirkungen zu begrenzen. Auch zukünftig wird niemand Naturkatastrophen verhindern können, aber wir können uns besser darauf einstellen. Unternehmen können ihre Energieversorgung stärker als bisher dezentralisieren, um so die Produktion zu schützen. Cyber Defence bedeutet, Produkte und Services stetig weiterzuentwickeln, um sie neuen Bedrohungen entsprechend anzupassen. Gerade in der Luftfahrt erfordert das steigende Bedürfnis nach Datenaustausch auch während der Flugzeit ein Maximum an Sicherheit unserer Produkte z. B. gegenüber möglichen Cyberangriffen. Innerhalb unseres Unternehmens gilt es, Datensicherheit und Datenintegrität durch geeignete Maßnahmen zu gewährleisten, ohne dabei unsere Handlungsspielräume zu stark einzugrenzen.

Smart Industrial Value Chain

Intelligentere Steuerungs- und Regeltechnik im Rahmen von Fertigungsprozessen, eine anpassungsfähigere, individuell konfigurierbare Automatisierung mit dem Ziel der „Smart Factory“ – das ist die Ausrichtung von „Industrie 4.0“, einem von der Bundesregierung ins Leben gerufenen Zukunftsprojekt. Um hier an vorderster Front mit dabei zu sein, ist es unerlässlich, dem Bedarf nach Variantenvielfalt und neuen, komplexeren Anforderungen unserer Kunden durch die Integration intelligenter Produktionsprozesse gerecht zu werden. „Interaktion“ ist dabei ein entscheidender Faktor. Nur gemeinsam mit unseren Partnern und Kunden können wir bedarfsgerechte Lösungen entwickeln. Internetgestützte Technologien werden dabei einen wichtigen Beitrag zur Optimierung unseres Workflows leisten. Wachsende Datenvolumina bringen uns dank verbesserter Auswertungsmethoden wertvolle neue Erkenntnisse. Davon profitiert auch die Qualität unserer Produkte. Das „Internet der Dinge“ eröffnet uns vor allem im Luftfahrtsektor Möglichkeiten, kostenintensive Bauteile mit virtueller Intelligenz auszustatten. Gerade die Integration von Microcomputern in unsere Produkte ermöglicht dabei eine vereinfachte, intuitivere Benutzung durch den Anwender. Darüber hinaus können wir die Laufzeit und „Usability“ unserer Produkte durch Selbstwartung und ein integriertes Dokumentationsmanagement steigern.

Smart Life

Integration von Microcomputern in Produkte des täglichen Gebrauchs – dafür vor allem steht das „Internet der Dinge“. Dabei verschwindet deren technische Komponente im Produktdesign und unterstützt den Menschen nahezu unmerklich bei der Benutzung. Im Alltag erleichtert die verbesserte Mensch-Maschine-Interaktion die Möglichkeiten, komfortabel und flexibel auf Daten zuzugreifen, und eine Vielzahl von Gegenständen und Anwendungen bequem via Smart Phone oder Computer zu steuern. Augmented Reality oder Cloud Services vereinfachen zum einen den Zugriff auf verschiedene Parameter via Smart Devices, zum anderen birgt die damit einhergehende Datenflut aber auch die Gefahr von Datenmissbrauch. Zu den zukünftigen Herausforderungen gehört es, den Trend der wachsenden Vernetzung von Geräten im Haushaltsumfeld durch neue Bedienkonzepte der von uns produzierten Baugruppen aufzugreifen. Human Interfaces, Augmented Reality und Smart Devices sind zukunftsweisende Erweiterungen unserer bestehenden Technologiestrategie. So können wir neue Geschäftsfelder erschließen und letztlich unser Portfolio erweitern. Vor allem in der Luftfahrt erhalten moderne Kommunikationsmedien Einzug „on Board“. Unsere Leistungspotentiale im Kabinenbereich müssen insbesondere dazu genutzt werden, die Kompatibilität und Funktionalität von Personal Devices optimal zu entwickeln. Diese neue Technologie vereinfacht die digitale Datenerfassung und eröffnet uns die Möglichkeit, vielfältige und große Datenströme auszuwerten.

Sensor Networks

Die Sensortechnik verknüpft nichtelektrische mit elektrischen Parametern und führt – so nehmen wir es wahr – zu einer Verschmelzung von realer und virtueller Welt. Für die Diehl-Unternehmensgruppe stellt die Entwicklung von Sensorsystemen eine zukunftsweisende Technologie dar. Drahtlose Datenkommunikationssysteme auf Basis der RFID-Technologie ermöglichen die Verschaltung von Sensoren zu Netzwerken, die als Schnittstelle auch in komplexen Umgebungen zuverlässige Interaktionen zwischen Mensch und Maschine ermöglichen. Als Querschnitttechnologie nimmt RFID (Radio-Frequency Identification-Sensoren) in diesem Sektor eine wichtige Rolle ein; in vielen Produkten unserer Endkunden wird es bereits jetzt als Standard eingesetzt. So eröffnen sich Anwendungsmöglichkeiten in der Luftfahrt, vor allem bei Wartung und Logistik oder auch im Bereich der „neuen Serviceleistungen“ wie z. B. Smart Boarding. Sensoren, die etwa in Sitz- oder Gurtstoffen integriert sind, können Aufschluss über Anwesenheit, Temperaturprofile oder Herzfrequenzen der Passagiere geben, und ermöglichen Aussagen über deren Wohlbefinden. Die Auswertung dieser Daten kann zur Verbesserung oder Neuentwicklung von Produkten einen wertvollen Beitrag leisten. Größere Herausforderungen im Bereich der Sensortechnik liegen in ihrer effizienten Energieversorgung sowie in der Verarbeitung großer Datenmengen, die wir durch leistungsfähige IT-Prozesse gewährleisten müssen.