
Die Mitarbeiter Peter und Werner Pickel sind dem Unternehmen treu
Peter Pickel arbeitet zentimetergenau: Geschickt steuert er den Unimog mit dem 3,80-Meter-Räumschild über die Wege und Plätze im Werk Röthenbach – rund 2500 Kilometer pro Saison. Denn Peter Pickel ist für den Winterdienst zuständig. Wenn es schneit oder glatt ist, klingelt ihn der Werkschutz mitten in der Nacht aus den Federn und er ist da. Zuverlässig seit Jahrzehnten: „Und ich habe noch nie einen Kratzer verursacht“, sagt er stolz. Denn Fahren ist für Peter Pickel Beruf und Leidenschaft. Der gelernte Automechaniker arbeitete ursprünglich in einer örtlichen Werkstatt. Als er hörte, dass Diehl Gabelstaplerfahrer suchte, bewarb er sich. „Diehl hat für uns schon immer in der ersten Liga gespielt“, erinnert er sich an den Berufseinstieg vor 36 Jahren. Heute transportiert er meist meterlange Stangen im Metallwerk in Röthenbach, manche 600 Grad heiß. Gut, dass er seinen Stapler dabei perfekt im Griff hat. So perfekt wie kaum jemand hierzulande: Bei den Bayerischen Staplermeisterschaften war Peter Pickel schon mal Vierter.
Sein Bruder Werner ist sogar zwei Jahre länger bei Diehl. „Das hat schon Familientradition.“ Der Vater war dort, die Schwester – keine Frage, dass Werner Pickel seine Werkzeugmacher-Lehre hier begann und im Bereich Wehrtechnik übernommen wurde. Heute ist er CNC-Maschinenbediener in der Schmiede bei Diehl Metall in Röthenbach. „Alles läuft automatisch“, sagt der 56-Jährige, er richtet die Maschine ein und überwacht deren Arbeit. Den Ausgleich zu dieser Tätigkeit findet er als Vorstand des Kleingartenvereins, wo seine Frau und er 600 Quadratmeter Garten besitzen. Eines von zahlreichen Hobbies, denn Werner und Peter Pickel machen viel gemeinsam. Vielleicht, weil sie Zwillinge sind: 20 Minuten auseinander bei der Hausgeburt in Röthenbach. „Unsere Eltern haben nur mit einem kleinen Pickel gerechnet – dann wurden es zwei ...“
Die Zwillinge sind Fans des 1. FC Nürnberg, mit Dauerkarte, wandern gerne und lieben das Motorradfahren. Werner Pickel hat eine 750-er Honda, Baujahr 1975 – neben zwei Quads und einem Motorroller. Peter Pickel besitzt eine 650-er Honda aus dem Jahr 1979, die er akribisch selbst wartet. Gemeinsam rücken die beiden im Ort aus, wenn irgendwo Bäume zu stutzen oder zu fällen sind. „Mit der weltgrößten Motorsäge“, sagt Werner Pickel mit einem breiten Grinsen.
Sein Bruder Peter ist übrigens als Atemschutzgeräteträger bei der Diehl-Werksfeuerwehr aktiv. „Die jungen Kerle auf der Übungsstrecke haben gestaunt, wie lange ich mit der Atemluft aus der Flasche auskomme“, sagt der 56-Jährige. Kein Problem für den passionierten Taucher – auch ein Hobby, das er mit seinem Bruder teilt. Der Traum der Pickel-Brüder: eine richtig große Tour mit den Motorrädern, 14 Tage am Stück. Vielleicht die Route 66 quer durch die USA. Das wäre was. „Aber nicht im Winter“, sagt Peter Pickel, „da geht das Schneeräumen im Werk vor.“