Diehl bringt smartes Zuhause in die Cloud


05.02.2016 | Diehl Controls, Connectivity Solutions
In einer zentralen Cloud vernetzt Diehl Connectivity Solutions (DCS), ein seit dem 1. Januar 2016 neues Tochterunternehmen von Diehl Controls, unterschiedliche Anwendungen für das intelligente Zuhause. Für Hersteller von Haushaltsgeräten und Energieversorger geht die Diehl Connectivity Platform online und wird zum Dreh- und Angelpunkt für das Energie- und Gerätemanagement.

Die cloudbasierte Diehl Connectivity Platform ist online. Mit ihr erweitert DCS ihr Angebotsportfolio rund um Connectivity Solutions für das smarte Zuhause. Das auf IoT-Lösungen (Internet of Things) spezialisierte Unternehmen sorgt mit der Cloud-Plattform für einen sicheren Hort für Anwendungen rund um das intelligente Zuhause, um digitale Daten sicher zu speichern und auszuwerten. Verknüpft ist die Cloud mit der von Diehl Controls entwickelten Zentraleinheit, die als Gateway die Informationen der angeschlossenen Geräte im Haushalt sammelt und übermittelt. Für Häuser und Gebäude lässt sich über Gateway und Cloud das komplette Energiemanagement einheitlich steuern. Die Nutzer können über Smartphone-App oder Web-App in Echtzeit auf die digitalen Daten z.B. vom Wechselrichter, Kühlschrank oder Heizung zugreifen und die integrierten Systeme remote kontrollieren oder bedienen. Über die Implementierung aktueller Wetterdaten und –vorhersagen kann der Verbrauch optimiert bzw. exakt geplant werden.

„Die Connectivity Platform eröffnet uns und unseren Kunden ein komplett neues Angebot an Dienstleistungen und zusätzliche  Wege der Wertschöpfung“, sagt Robert Tippmann, Geschäftsführer der Diehl Connectivity Solutions GmbH. „Wir ermöglichen unseren Geschäftspartnern den Zugang zu einer innovativen Cloud-Infrastruktur, die nicht nur mit hohen Sicherheitsstandards ausgestattet ist, sondern auch weltweit verfügbar und praktisch unbegrenzt skalierbar ist.“

Unterstützt wird DCS bei der Umsetzung von IBM – sowohl inhaltlich als auch beratend. Mit ihrer Cloud-Plattform realisiert DCS eine IoT-Umgebung, in der digitale Daten nicht nur sicher gespeichert und ausgewertet werden, sondern auch für weitere Anwendungen zur Verfügung stehen. So können Unternehmen sämtliche Gateways zentral in der Cloud vernetzen und überwachen. Dies ermöglicht unter anderem ein einfaches Gateway-Management, um beispielsweise Updates für die Zentraleinheit aufzuspielen oder Konfigurationsdaten der verbundenen Gateways zu sichern. Die Betriebssicherheit der Diehl Connectivity Platform wird durch eine Mehrfachredundanz hergestellt und eine PKI (Public Key Infrastructure) gewährleistet eine sichere, zertifikatsgestützte und verschlüsselte Kommunikation zwischen Back- und Frontend.

Die Diehl Connectivity Platform bildet das Fundament für einen großen Teil der Wertschöpfungskette innerhalb der Energieindustrie – egal ob Hersteller von Haushaltsgeräten oder Energieversorger. Unternehmen vernetzen ihre Maschinen, Produkte und Technologien über die Cloud und integrieren unterschiedliche IoT-Services: So lässt sich ein durchgängiges Wartungsmanagement verwirklichen, das von der vorausschauenden Wartung über Software-Updates bis hin zu Ferndiagnose und Fehlerbehebung reicht. In Echtzeit erkennt die IoT-Lösung beispielsweise, weshalb Haushaltsgeräte oder Heizung ausfallen und welche Ersatzteile für die anstehende Reparatur notwendig sind. Dadurch lassen sich nicht nur Kosten und Ressourcen bei der Instandhaltung einsparen, sondern auch Kundenzufriedenheit und Servicegedanke erhöhen.

Energieversorger und Energiehändler können über die Cloud-Plattform ein Energiemanagement realisieren, das Erzeugung und Verbrauch aufeinander abstimmt. So werden auf der Diehl Connectivity Platform digitale Daten für die dezentrale Energieversorgung über Sonnenkollektoren oder Wärmepumpen erfasst. Das IoT-System kann die intelligente Einspeisung von Strom aus Solaranlagen, Windrädern oder Wasserkraftwerken steuern und koordinieren. Und auf Basis aktueller Handelspreise können Unternehmen die Versorgung mit Energie sowie die Preisgestaltung jederzeit an veränderte Anforderungen und Situationen anpassen.

„Die Architektur unseres Systems sowie die Tatsache, dass wir Open-Source-Softwaremodule einsetzen, ermöglicht unseren Kunden den Aufbau einer flexiblen IoT-Umgebung, die sie in der Cloud oder aber auch dem eigenen Rechenzentrum betreiben können“, ergänzt Robert Tippmann. „Zudem ist unsere Plattform so konzipiert, dass sie sich kontinuierlich ausbauen lässt. In einem nächsten Schritt wollen wir beispielsweise Services rund um Remote-Services, Shopsysteme oder Industrie 4.0 integrieren.“